Aus der Chronik

Bereits lange Zeit zuvor wurden durch einzelne Vereine immer wieder Gespräche bezüglich einer Zusammenarbeit oder Partnerschaft in Teilbereichen geführt. Der Gedanke, dass der andere Verein mehr profitiert als der eigene, verhinderte lange Zeit jede mögliche Art einer Zusammenarbeit - bis im Frühjahr 2000!

Eine Vision wird Realität

Dem schnellen Erfolg der Damenmannschaft des UHC Wuppenau (Durchmarsch von der 2. Liga in die NLA) und den relativ erfolgreichen Herren- und Elitejunioren-Mannschaften waren die Strukturen des damaligen UHC Wuppenau schlichtweg nicht mehr gewachsen. So kam es zu ernsthaften Gesprächen zwischen Vertretern der drei grössten Unihockeyvereine des Kantons - Als Folge davon wurde eine Zusammenarbeit im Bereich des Leistungssportes vereinbart.

2000

Im Jahr 2000 wurde unter einem gemeinsamen Dach mit dem UHC Wuppenau die Abteilung Nationalliga resp. Leistungssport eingeführt. Die Führung dieses Bereiches musste die anfänglichen Probleme zuerst in den Griff bekommen, denn die Leitung eines solchen Vereins erfordert hohen Einsatz seiner Funktion�re.

Zur Bewältigung und Abwicklung sämtlicher administrativer Arbeiten (Meisterschaft, Öffentlichkeitsarbeit, Infrastruktur, etc.) wurde eine Geschäftstelle in Weinfelden gegründet. Die Einstellung eines Geschäftsführers wurde notwendig. Dank der permanent besetzten Geschäftsstelle konnte ein sehr hoher Grad an Professionalität im administrativen Bereich erreicht werden, denn es galt innert kürzester Frist einen neuen und zukunftsträchtigen Verein zu bilden.

Auch im sportlichen Umfeld konnte dank des vollzeitlichen Geschäftsführers einiges erreicht werden. Die weiteren Thurgauer "Grossvereine" UHC White Sharks Sulgen und Floorball 99 Weinfelden beteiligten sich aktiv bei der Realisierung eines leistungsorientierten Unihockey-Vereines im Kanton Thurgau.

2000/2001

Diese Saison wurde zur Saison der Bestätigung für alle drei Mannschaften. Den Damen gelang als Aufsteiger in die NLA eine erfolgreiche Saison und der Ligaerhalt wurde erreicht. Die Herren- und die Elitejuniorenmannschaft, welche im Frühjahr komplett neu zusammengesetzt wurden um möglichst talentierte (dafür auf dem Grossfeld vielfach unerfahrene) Spieler zu integrieren, kämpften wider Erwarten gut mit.

Im ersten Jahr des Bestehens konnte Floorball Thurgau somit bereits eine erfolgreiche Saison verbuchen. Dies war eine gewisse Bestätigung, dass die Loslösung vom UHC Wuppenau resp. die Ausgliederung des Leistungssportes ein Schritt in die richtige Richtung war.

An der Generalversammlung im Frühjahr 2001 wurde die Leistungssportabteilung von der Struktur des UHC Wuppenau getrennt und war fortan selbständig in ihren Handlungen. An der Kooperation mit den Basisvereinen wurde jedoch nichts geändert, diese blieben weiterhin aktiv in Geschehen eingebunden.

2001/2002

Die neuen Teams wurden zum Teil erheblich verjüngt, was auch einen Verlust an Substanz und Erfahrung bedeutet. Für die Damenmannschaft war der Ligaerhalt wieder das primäre Ziel. Im Herren- und Elitejuniorenbereich stand die gemeinsame Ausbildung (Technik und Taktik) im Vordergrund, denn längerfristig wird auch hier ein Platz in der Nationalliga angestrebt.

Neben dem Spielfeld engagierte sich Floorball Thurgau aktiv an der Neugestaltung der Thurgauer Unihockeyszene. Mit dem reaktivierten Thurgauer Unihockey Verband (TUV) konnten zu diesem Zeitpunkt viele neue Projekte in Angriff genommen: z.B. eine kantonal koordinierte Damenförderung, Juniorenausbildung, Thurgauer Meisterschaften, etc.

2002/2003

Während der Saisonpause im Jahr 2002 wurden wieder einigen Neuerungen bei Floorball Thurgau realisiert. Im Damen- und Juniorinnenbereich, wo im ganzen Kanton Thurgau in den vergangenen Jahren sehr wenig getan wurde, bestand ein enormer Nachholbedarf.

Auch bei Floorball Thurgau wurde in diesen Bereich investiert: Für die neue Meisterschaftssaison konnten zwei weitere Damenmannschaften (1. Liga Grossfeld und 2. Liga Kleinfeld) angemeldet werden. Dies war nur Dank der noch engeren Kooperation mit Floorball 99 Weinfelden und dem UHC Flying Dutch Frauenfeld möglich.

Mit weiteren Juniorinnen-Abteilungen anderer Vereine wird direkt im Bereich der Nachwuchsförderung (Aufbau Elitejuniorinnen) zusammengearbeitet.

Zum ersten Mal in der Geschichte von Floorball Thurgau wurden für die Verstärkung auch ausländische Spieler engagiert: Für das Damen-NLA-Team konnte die finnische Nati-Spielerin Maarit Juvonen verpflichtet werden, beim Herren-Team hat mit Andreas Törnstrand ein sehr erfahrener schwedischer Spieler das Kader ergänzt.

2003/2004

Die Damen NLA haben erneut den Ligaerhalt geschafft. Die Herren starteten zuerst sehr vielversprechend, landeten schlussendlich aber erneut im Mittelfeld. Die Elite-Junioren mussten Ende der Saison trotz knapper Niederlagen in die Stärkeklasse C absteigen. Ganz erfreulich schnitten dafür die Junioren A GF ab, die es in die nationale Finalrunde schafften und dort den 4. Schlussrang belegten.

Die intensive und geografische Nähe zu Floorball 99 Weinfelden erschwerte zunehmend die Bedingungen für die Weinfelder. In vielen Bereichen wurden Arbeiten doppelt ausgeführt.

So fanden bereits anfangs der Saison erste Workshops statt, um über eine gemeinsame Zukunft nachzudenken. Im März 2004 wurde den Mitgliedern die Fusion der beiden Vereine Floorball Thurgau und Floorball 99 Weinfelden vorgeschlagen.

Der Zusammenschluss wurde mit einer grossen Mehrheit angenommen. Inskünftig besteht also Floorball Thurgau aus zahlreichen Juniorenteams (die meisten davon aus der Grossregion Weinfelden) und Breitensport, sowie aus Leistungssport- Abteilungen der Damen und Herren. Weiterhin sollen unter dem Dach von Floorball Thurgau die besten SpielerInnen des Kantons zusammengefasst werden.

2004/05

Die Saison 2004/05 steht für positive und negative sportliche Höhepunkte. Nach fünf Jahren in der NLA zog man Ende der Saison das Leistungsteam der Damen freiwillig in die NLB zurück, da die sportlichen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Bestehen in der höchsten Liga der Schweiz nicht mehr ausreichten. In der NLB soll nun langsam wieder mit einer Rehabilitation begonnen werden.

Wenig später errangen sich die Herren unter der Führung von Cheftrainer Philippe Soutter gegen zwei Gegner den langersehnten Aufstieg in die NLB. Als zukünftiger Trainer wurde der Schwede Oscar Ersson verpflichtet.

Gleichzeitig konnten weitere Erfolgsmeldungen aus dem Nachwuchsbereich verzeichnet werden. Die Elite-Junioren schafften den Wiederaufstieg in die Stärkeklasse B und gehören somit wieder zu den 30 Top-Teams der Schweiz. Die Junioren A GF nahmen erneut an der nationalen Finalrunde teil, in der sie gleich hinter Teams von GC, Wiler-Ersigen und Chur Unihockey den 4. Schlussrang belegten. Aber auch bei den anderen Juniorinnen und Junioren wurde hervorragende Arbeit geleistet.

Floorball Thurgau
Aktualisiert am 10.03.10 23:10, rm
creator: david wälchli